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Coaching
von Dr. Astrid Wender

Zusammen-
fassung

Viele Menschen in privaten und öffentlichen Betrieben leben und arbeiten unter ihren Möglichkeiten. Sie nutzen ihre Fähigkeiten nicht oder nicht richtig. Sofern dies bewußt geschieht, bleiben sie hinter ihren Erwartungen zurück, haben ungute Gefühle in Bezug auf das, was sie tun und wie sie es tun. Latenter Stress, Druck, Unbehagen belastet sie. U. U. blicken sie neidvoll auf Menschen, die "es geschafft haben", oder sie quälen sich auf andere Art. Viele verdrängen diese Gegebenheiten, sofern sie überhaupt je bewußt waren. Da wird z.B. der Anspruch an sich selbst von vornherein so niedrig gesetzt, daß man ja nie auf die Idee kommt, auch noch etwas anderes, Schwierigeres zu können ("ich bin ja nur..."). Oder der Anspruch wird so hoch gesetzt, daß von vornherein klar ist: er kann ihn nicht erreichen. Das führt zu Niedergeschlagenheit, Verstimmung, Lustlosigkeit. In dieser Verfassung ist das tatkräftige Ergreifen von Möglichkeiten ziemlich unwahrscheinlich.
In einem anderen Fall unbewußten Verhaltens ist es die Angst, die den Menschen hindert, wirklich das zu tun, was er will und kann. Häufig führt das dazu, daß die Schuld außen gesucht wird in widrigen Umständen, in Chefs, in Kollegen, die das Weiterkommen verhindern. Angst führt u. U. auch dazu, daß jemand sein Licht ständig unter den Scheffel stellt, sich klein macht, um ja nicht aufzufallen mit seinem Können. Wenn er es dann einmal nicht verhindern kann, begeht er unbewußt einen Fauxpas, um sich selbst auf diese Weise aus dem Rennen zu werfen. Was würde passieren, wenn all diese Menschen das leben würden, was sie sind ?


Die Ziele :

Die Vielfalt der Problemlage zeigt schon, daß es keine Allheilmittel geben kann. Menschen sind unterschiedlich. Die Ziele und Wege sind es ebenfalls.
Das, was einen Menschen in einen Coaching-Prozeß hineinführt, ist häufig nicht das eigentliche Problem. Das liegt hinter den bewußten Schwierigkeiten verborgen. Und so ist auch die Zielsetzung häufig vordergründig mit Karriere-Machen, höherem Gehalt, besserem Job, weniger Stress benannt. Das eigentliche Ziel aber liegt verborgen dahinter. Und es liegt am Geschick und der Erfahrung des Coaches, dieses zu finden.
Dieses verborgene Ziel ist sehr wichtig. Nach ihm muß sich der Coaching-Prozeß gestalten, um einen wirklich nachhaltigen Erfolg zu sichern. Häufig ist das ein Erfolg auf einer anderen Ebene: da geht es um Individuation, um Ganzheit beispielsweise oder um das Ausleben von Möglichkeiten, die ein Mensch sich aus irgendwelchen Gründen versagt.
Die Gründe selbst sind dabei nicht so wichtig. Wichtig ist, daß er seine Möglichkeiten findet und lebt mit allen Konsequenzen. Dies ist das eigentliche Ziel.
In Betrieben wird als Zielsetzung für die Mitarbeiterentwicklung häufig Leistungssteigerung, Stress-Abbau, Kreativität, Flexibilität u. ä. genannt. Das alles sind Nebeneffekte, die sich einstellen, wenn der Betroffene sich selbst befreit hat von dem, was ihn vielleicht lange Zeit ins Hintertreffen geführt hat.-Was immer das im einzelnen gewesen sein mag: ein befreiter Mensch ist ein lebendiger Mensch, in dessen Innern es tanzt, dessen Seele sich freut, da zu sein und zu gestalten, mitzugestalten im Reigen der anderen lebendigen Wesen


Der Ablauf :

Der hohen Zielsetzung zufolge ist der Coaching-Prozeß sehr anspruchsvoll für beide Beteiligte. Verborgene Ziele bedingen ein umsichtiges, von großem Wissen um den Menschen getragenes Vorgehen, das ebenso mitfühlend, sich einfühlend wie straff führend ist. 
Dazu gehört Mut seitens des Coaches aber auch des Probanden. Nicht alles, was da zur Sprache kommt oder sonst in Erscheinung tritt, ist einfach zu verstehen und keineswegs leicht zu ertragen. Es geht auch um Prozesse, die sehr viel Einsatz erfordern. Manche meinen, hin und wieder ein Gespräch in angenehmer, offener Atmosphäre würde schon zu einem rechten Ergebnis führen. Das ist meist (leider) nicht der Fall.
Aber man kann davon ausgehen, daß das Engagement, daß der hohe Einsatz sich lohnt. Die Lebensintensität, d.h. die Lebensqualität im eigentlichen Sinn steigert sich rasch spürbar. Die damit verbundene Freude tröstet über Zeiten der Schmerzen, die mit solchen Veränderungsprozessen stets auch einhergehen, hinweg. Letztendlich ist ein Zustand des inneren Friedens angestrebt. Worin dieser für den einzelnen besteht, ist höchst unterschiedlich und individuell gefärbt. Manchmal für Außenstehende unverständlich, ist er aber doch zu überzeugend, als daß er sich durch allgemeine Vorstellungen von Glück in Frage stellen ließe.
Über die Zeit, die solch ein Vorgang braucht, kann nichts Allgemeingültiges gesagt werden. Weder der persönliche Einsatz und die Anlagen des Probanden noch das Können des Coaches führen automatisch zu schnellem Erfolg. Sie sind nur notwendige Voraussetzungen.Es kann sein, daß man rasch auf einem Gebiet zu großartigen, nie erhofften Erfolgen gelangt. Und es kann sein, daß man für " ganz einfache Dinge " viele Jahre braucht.
Psychische Prozesse lassen sich nicht einfach planen, ihr Ablauf ist nicht nur logisch. So gibt es immer wieder Überraschungen, wie es weitergeht und wohin der Weg führt. Der Erfolg ist letztlich abhängig von der inneren Zielsetzung des Klienten. Diese sicher zu finden und den Klienten auf seine Bahn zu setzen, ist das Verdienst eines guten Coaches. Ihn dann zu begleiten und auf Zuruf in den sich verselbständigenden Prozeß einzugreifen, bleibt seine weitere Aufgabe. Im Falle, daß es länger dauert, bilden Teilerfolge - häufig sind dies Kreativität, Eigenständigkeit, Flexibilität und Verständnis für andere - die sichere Basis für die weitere Arbeit.
Ein so verstandenes Coaching bleibt realistisch, ein spannender Prozeß für ein von innen heraus schöneres Leben und für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang.


Das Ergebnis

Ein Mensch, der einen solchen Prozeß durchlaufen hat, ist selbstmotiviert und leistungsstark. Er kennt seine Werte, nach denen er sich richtet. Er ist sich bewußt, wo er steht in der Welt. Er weiß, was seine Aufgabe ist, und wie er sie bewältigt.
Und er ist bereit, sich neuen Anforderungen zu stellen. Sein inneres Gleichgewicht macht ihn stark, auch bei Rückschlägen immer wieder aus sich selbst heraus tatkräftig die Dinge anzugehen.
Es bildet eine Quelle für einen steten inneren " Wertschöpfungsprozeß".
Sein durch eigene Erfahrung gewonnenes Wissen um den Menschen geben ihm eine gute Grundlage für Kooperation, Teamwork und Führungsfunktionen. Sie vermitteln ihm eine besondere soziale Kompetenz i.w.S.. Das bedeutet auch, sich mit den Unternehmenszielen zu identifizieren (anderenfalls würde er sich trennen). Das heißt auch engagierter Einsatz für das Unternehmen sowie Durchsetzungsstärke im und für den Betrieb.





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